Hauptaufgabe der Vindonissa-Professur in der Lehre ist die Vermittlung der wichtigsten Aspekte der provinzialrömischen Archäologie. Dies erfolgt in erster Linie mit Hilfe der archäo(bio)logischen Primärquellen, das heisst der Befunde („vom Abwasserkanal bis zum Zerstörungsschutt“) und der Funde („vom Amphibienknochen bis zum Ziegel“). Eine ebenso wichtige Quelle bilden die historischen, epigraphischen und numismatischen Quellen.

In einem fünfsemestrigen Vorlesungszyklus werden – jeweils ausgehend von der Situation im Gebiet der heutigen Schweiz – die wichtigen historischen Ereignisse sowie die Kultur- Sozial- und Wirtschaftsgeschichte im Nordwesten des imperium Romanum thematisiert.

In den Übungen und (Pro-)Seminarien behandeln wir ausgewählte Aspekte des „roman way of life“ – wenn immer möglich anhand von Originalfunden und mit einem konkreten Ziel (z.B. Ausstellungen, Publikation etc.).

Im Sinne einer möglichst praxisnahen Ausbildung führen wir regelmässig Lehr- und Forschungsgrabungen durch, so z. B. in der Unterstadt von Augusta Raurica (2011–2013) oder im Bereich der spätrömischen Befestigungsanlagen in Koblenz und Möhlin (2014).

Zur praktischen Ausbildung gehört auch die Durchführung bzw. die Mitarbeit bei geophysikalischen und terrestrischen Prospektionen, so z. B. Vorfeld des Westtors des Legionslagers von Vindonissa (2011) oder im Kanton Obwalden (2012 - 2014).

Der Besuch von laufenden Ausgrabungen sowie kleinere und grössere Exkursionen bieten Gelegenheit, wichtige Regionen, Fundstellen und Museen im In- und Ausland näher kennen zu lernen.